die folgenden erinnerungen entstehen gerade, anderthalb jahre spaeter, wieder zurueck auf der nordhalbkugel, in meiner stadt.
gewidmet sind sie meinen eltern.
schreiben ist halt manchmal einfacher als reden...
"es regnete jeden tag, es war heiss, die sonne brannte gnadenlos (wenn es nicht regnete). alles war fremd. baeume und blumen gaben der luft einen anderen duft. die stimmen klangen fremd und ich
verstand kaum jemanden.
nur das meer klang gleich.
und den kleinen brummer, welcher mich besuchte, erkannte ich auch wieder!
ich verbrachte den ersten tag schlafend, wachte nach 14 std auf und ging an den strand. ich fuehlte mich so einsam wie nie in meinem leben.
ich lief eine runde, versuchte einen handstand oder zwei und horchte, wie mein koerper sich nach dem flug anfuehlte.
zumindest physisch war ich halbwegs fit, psychisch fuehlte ich mich so durchgeschuettelt wie nie zuvor.
na ja doch, bevor ich von zuhause wegging, war ich schon reichlich durchgeschuettelt.
allein die situation, in der ich jetzt war, aenderte allerdings alles.
trinity beach, cairns, queensland, australien.
die sonne ging hinter den baeumen auf und ich lief auf den huegel, um sie zu spueren. auf dem weg sah ich erst eine spinne, welche so gross wie mein handteller war und dann ein rudel kaengurus,
welches vor mir aufstiebte und fluechtete. in queensland sind die ja eher klein, so hoch wie ronja etwa, auf den hinterbeinen.
ich verbrachte den tag damit, zum naechsten strand zu klettern, am wasser entlang, auf den felsen.
am naechsten strand gab's ein schwimm-netz. da quallen-saison war, war das schwimmen am strand lebensgefaehrlich, wie ueberhaupt so einiges in australien.
nicht dass deutschland ungefaehrlicher waehre, aber es ist schon allein von den zahlen her ein krasser unterschied, siehe
link vs
link
die weiten australiens habe ich in deutschland so noch nicht gefunden...
W

ie es in deutschland unter wasser aussieht seht ihr z.b. in dem kitevideo.
man sieht so ziemlich nix...
ok, auch down under und woanders gibt es tage mit so schlechter sicht, dass man seine ausgestreckten arme nicht mehr sieht in der bruehe.
aber oft ist es so, ------------------->
gute 15-20 meter, bevor sich alles im blauen verliert.
das sind die tage, die es wert machen!
zurueck zu meinen ersten tagen in australien:
die menschen sind offen, hilfsbereit, schnacken, fragen und helfen.
n paar sind schlecht gelaunt, die gibts ja auch immer...
ich hab erstmal mit jedem geredet, der mit mir reden wollte. oder vielmehr geradebrecht, mein englisch war nach mehreren jahren ohne uebung doch arg aufbaubeduerftig.
dank meines elektronischen uebersetzerleins eignete ich mir jedoch bald ein alltaegliches vokabular an und lernte dabei einige menschen kennen.
es reichte oft schon, am strand nach feuer fuer die selbstgedrehten zu fragen, um auf ein bier und eine heimfahrt samt anschliessender party eingeladen zu werden.
und auch wenn bierfragen bei australiern glaubensfragen sind, so ist an ihrer feiermentalitaet wenig zu ruetteln.
das sprichwort sagt:
"work hard, play harder..."
und dass die arbeit da unten anstrengend sein kann, habe ich erfahren.
aber das kommt spaeter, jetzt erstmal gute nacht!
multi